Närbild av en Kungsörn som breder ut sina vingar.

Geschützte Natur in Schweden

Es gibt noch viele andere schützenswerte Gebiete. Meistens werden dazu Naturschutzgebiete eingerichtet, denn die Anforderungen an Nationalparks sind so hoch, dass nur wenige neue Gebiete diese erfüllen können.

Naturschutzgebiete

In Schweden wie auch in vielen anderen Ländern sind Naturschutzgebiete das häufigste Mittel, um wertvolle Natur auch langfristig zu sichern. In den vergangenen 50 Jahren hat der Mensch die Natur viel mehr und schneller beeinträchtigt oder gar zerstört als jemals zuvor in seiner Geschichte. Wir müssen deshalb unsere Wälder, Gewässer, Weiden, Schären und andere Naturgebiete schützen und pflegen.

In den letzten Jahren hat man marine Naturschutzgebiete oder Meeresschutzgebiete eingerichtet, um miteinander verbundene Gebiete im Meer schützen zu können.

In Schweden gibt es fast 4.000 Naturschutzgebiete. Sie umfassen ca. 85 Prozent aller Flächen in Schweden, die nach dem Umweltschutzgesetz geschützt sind. Provinzen, aber auch Kommunen können Naturschutzgebiete einrichten.

 

Foto von Sandstrand von Stenshuvud Nationalpark
Stenshuvud Nationalpark. Foto: Ida Lundqvist

 

Seehunde bei Kosterhavet Nationalpark
Seehunde bei Kosterhavet Nationalpark. Foto: Bengt Frizell

Strandschutz

Die Strände stellen einen wichtigen und wertvollen Zugang zur Natur dar – sowohl für die Menschen als auch für die Pflanzen- und Tierarten, die von den verschiedenen Wassermilieus abhängig sind.

Seit 1950 ist es möglich, auch Strände zu Schutzbereichen zu erklären. Das Ziel war damals, Erholungs- und Freizeitgebiete für die Bevölkerung zu erhalten. Heute sollen auch die Land- und Wassergebiete geschützt werden, die im biologischen Zusammenhang wertvoll sind.

Natura 2000

Natura 2000 ist zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der gesamten EU. Dabei handelt es um Gebiete, deren Natur und Tier- und Pflanzenarten aus europäischer Perspektive besonders schützenswert sind. Das Ziel ist, die Zerstörung der Lebensräume und die Ausrottung von Arten aufzuhalten.

In Schweden gibt es ungefähr viertausend Natura 2000-Gebiete. Viele davon sind bereits Naturschutzgebiete oder Nationalparks, andere kommen noch hinzu.

Biosphärengebiete

Schweden hat fünf Biosphärengebiete als Ergänzung der Nationalparks, der Naturschutzgebiete und der anderen Gebiete mit hohen Natur- und Kulturwerten. Rein juristisch sind die Biosphärengebiete keine eigentlichen Schutzgebiete. Stattdessen wird der Naturschutz sowie eine nachhaltige Entwicklung in einer neuen Weise umgesetzt.

Es müssen Möglichkeiten geschaffen werden, das Verhältnis von Mensch und Natur nachhaltig zu gestalten, d. h. die Natur gleichzeitig zu nutzen und zu bewahren. Der Zweck der Biosphärengebiete ist, neue Kenntnisse und praktische Anwendungen zu erproben, mit und für Menschen, die dort wohnen und arbeiten.

Padjelanta / Badjelánnda Nationalpark befindet sich in der Weltkulturerbe Laponia enthalten
Padjelanta / Badjelánnda Nationalpark befindet sich in der Weltkulturerbe Laponia enthalten. Foto: Laponiatjoutjudus

Welterbe  

Der Titel Welterbe wird an Stätten, Orte, Milieus oder Objekte verliehen, die auf eine einzigartige Weise Zeugnis ablegen von der Geschichte der Erde oder der Menschheit. Dabei handelt es sich um Natur- und Kulturdenkmäler, die von so unschätzbarem Wert für die Menschheit sind, dass sie für alle Zukunft zu schützen und zu bewahren sind.

Auf der Welterbeliste der UNESCO stehen viele der schönsten und schützenswertesten Naturgebiete der Erde. Schweden besitzt fünfzehn Welterbe-Stätten, drei davon haben besonders hohen Naturwert:

  • Laponia in Lappland
  • Höga Kusten (Hohe Küste) am Bottenhavet (Bottnische See)
  • Agrarlandschaft von Södra Öland